Nahezu reines Gold (999er) hat 24 Karat und wird in Anlagemünzen (z.B. der Krügerrand) und Goldbarren verarbeitet. Für die Schmuckherstellung und den alltäglichen Gebrauch ist es zu weich, die Schmuckstücke würden sich verformen und wären sehr anfällig gegen Kratzer. Nicht nur deshalb wird Gold legiert, das heißt mit einem oder mehreren  anderen Metallen wie Kupfer, Silber, Palladium, Platin, Zink und Eisen verbunden. Je nachdem, welches oder welche Metalle verwendet werden, erhält man unterschiedliche Eigenschaften und unterschiedliches Aussehen.

Selbstverständlich wird durch die Herabsetzung der Goldanteile eine Reduzierung der Preise für Schmuck und andere Gegenstände, bei denen Gold verarbeitet wird, erreicht.

Mögliche Goldlegierungen

Der Feingehalt des Goldes wird bei einer Legierung in 1000stel Anteilen angegeben. So bedeutet der Stempel 333, dass in diesem Schmuckstück 333 Anteile Gold von insgesamt 1.000 Anteilen verarbeitet worden sind. Die Zusammensetzung der weiteren Metallanteile kann sich unterscheiden. Es gibt keine festen Zusammensetzungen und keine Kennzeichnungspflichten. Hauptsächlich werden Kupfer und Silber verwendet in Kombination mit weiteren Metallen.

Beispiele für Farbgestaltung durch Goldlegierungen

Am gängigsten sind Gelbgoldlegierungen. Hier sind folgende Zusammensetzungen möglich:

Gold 22 Karat

92% Gold
4.2% Silber
4.2% Kupfer

Gold 18 Karat

75% Gold
10-20% Silber
5-15% Kupfer

Gold 14 Karat 

58% Gold
4-28% Silber
14-28% Kupfer

Früher wurde oft Nickel verwendet, das heute aufgrund der hohen Möglichkeit, Allergien auszulösen, kaum noch genutzt wird.

Durch den Zusatz von Kupfer erhält man Rotgold, legiert man das Gold mit Eisen wird es zu Blaugold und Grüngold erreicht man durch den Zusatz von Kadmium und Silber. Beim beliebten Weißgold wird Palladium zugesetzt.

Bei Legierungen mit geringem Goldgehalt kann  sich das Schmuckstück verfärben und schwarze Ablagerungen auf Haut und Kleidung hinterlassen.

Eigenschaften von Goldlegierungen

Durch den Zusatz anderer Metalle verändern sich neben der Farbe die Härte des Goldes, der Abrieb und die Korrosionsbeständigkeit. Gängig und beliebt ist 585er Gold, bei dem durch die Legierung mit Silber und Kupfer die Härte und der Abrieb erhöht werden,  die Dehnbarkeit ist gering und die Korrosionsbeständigkeit gut. 

333er Gold ist die niedrigste Goldlegierung auf dem Markt.  Die daraus hergestellten Schmuckstücke sind robuster als höhere Legierungen und deutlich preiswerter. In Deutschland wird 333er Goldschmuck angeboten, während diese Legierung künftig nach einer noch nicht verabschiedeten EU-Richtlinie als „goldhaltiges Metall“ bezeichnet werden soll. In der Schweiz darf Schmuck mit einem Goldanteil von 333/1000 nicht als Goldschmuck angeboten werden.

Punzierung von Goldlegierungen

Unter einer Punzierung versteht man eine Prägung, zum Beispiel bei Edelmetallen. Mit diesem Stempel wird der Feingehalt von Edelmetallen angegeben. Eine Punzierung ist in Deutschland geläufig, aber nicht zwingen vorgeschrieben. Formen und Art der Punzierung unterscheiden sich von Land zu Land. 

Folgende Stempel sind auf Goldlegierungen zu finden:

StempelKaratGoldgehalt in (%)
333 8 33,3
375
585
9
14
37,5
58,5
750 18 75,0
833 20 83,3
900
916
22 90,0
91,6
986
999
24 98,6
99,9